Serie: Tauwetter, Sikuliaq

Framed wooden display with nine mosaic tile panels forming blue-gray wave patterns in white, arranged in a grid inside a light wood frame

Serie: Tauwetter, Sikuliaq Seite A

Wooden-framed mosaic panel with blue-gray-white pieces leaning against a light wall, an abstract wall art installation.

Serie: Tauwetter, Sikuliaq Seite B, in einem Winkel

Wood-framed panel mounted on a white wall, filled with a mosaic of small blue and gray tiles forming wavy patterns.

Serie: Tauwetter, Sikuliaq Seite B, in einem Winkel

Patchwork textile panels arranged in a grid, featuring pastel blue, beige, and gray fabrics forming a quilt-like wall installation in a gallery.

Serie: Tauwetter, Sikuliaq Seite A, Detailansicht

Titel: Sikuliaq

Serie: Tauwetter
Format: 140 cm x 100 cm x 6,5 cm – doppleseitig
Gewicht: 5900 g
Entstehung: 2018-2024
Nr. 293.2024.16

Technik: 4675 gefaltete Stoffquadrate, Karton; 10 Blöcke verbunden durch Nylonfäden.
Schwenkbarer Eichenholzrahmen, der es ermöglicht, die beiden Seiten abwechselnd zu präsentieren.

Beschreibung: Sikuliaq¹, das jüngste Werk der Reihe Tauwetter, führt die Auseinandersetzung mit der Farbe Weiß und ihren Nuancen fort. Hier, vielleicht noch stärker als in den vorhergehenden Arbeiten, wird der Stoff zum Vorwand, um mit Farbvariationen zu spielen.
Das Zusammenspiel der Farben wird fühlbar: die Blaugrün- und Blaugrautöne begegnen einander und beschwören die weiße, durchscheinende Oberfläche des gefrorenen Wassers herauf.
Ausgehend von der Fließbewegung einer Flüssigkeit, die durch Kälte verlangsamt wird oder dem Wind widerstehen muss, erkundet das Farbspektrum des reichen Stoffrepertoires alle Schattierungen der Kälte, die das Wasser erstarren lässt.

Sikuliaq experimentiert zudem mit einer neuen Präsentationsform textiler Kunstwerken – einem Wechselspiel von flacher Oberfläche und räumlicher Entfaltung.
Das bewegliche Objekt erinnert an die alten Altarbilder der Kathedralen; es verändert sich in Raum und Zeit. Doch es folgt nicht mehr dem Rhythmus der Liturgie, sondern dem unerbittlichen Verstreichen der Augenblicke, die unwiederbringlich verloren gehen – und lädt den Betrachter ein, über das Verschwinden der polaren Landschaften nachzudenken.

 ¹ Aus der Sprache der Iñupiat: junge Meereisdecke, frisch gefrorenes Meereis.

Siehe The Canadian Encyclopedia: „Inuktitut Words for Snow and Ice“: https://www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/inuktitut-words-for-snow-and-ice

 

 

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