
Die Künstlerin Sabine Cibert wurde 1956 geboren. Sie lebt abwechselnd in Lyon und den Alpen. Hier findet sie ihre Inspiration und entwickelt einen besonderen Blick auf Landschaft und Natur.
Parallel zu ihrer Tätigkeit als Architektin und Stadtplanerin widmet sie sich seit vierzig Jahren autodidaktisch der Textilkunst. Bis
heute prägen die Stadt und ihre Netzwerke ihr künstlerisches Schaffen nachhaltig.
Ihre Werke entstehen vollständig in Handarbeit aus kleinen Stoffquadraten, die nach einer vom goldenen Schnitt bestimmten ordnenden Struktur zusammengefügt werden. In beinahe meditativer Langsamkeit entsteht eine ebenso eigenständige wie vertraute, klar strukturierte und empfindsame Bildsprache. Die Arbeit in Werkreihen ermöglicht es ihr, unterschiedliche Formate auf der Grundlage einer gemeinsamen Farbpalette oder eines gemeinsamen Gestaltungsprinzips zu entwickeln.
Sabine Ciberts erste Kompositionen zeichnen sich durch ihr Großformat aus. Ihre Monumentalität erinnert an historische Wandbehänge und die Historienmalerei. Damit stellt Sabine ihr künstlerisches Schaffen in eine Tradition, die sich auch in ihrer an die Amish-Frauen angelehnten Technik widerspiegelt.
Für Sabine Cibert wird das Textile mit seiner Materialität, seinen Webarten und seiner Farbigkeit zum Ausgangspunkt ihrer
Auseinandersetzung mit der Farbe, die sie seit jeher fasziniert.
Ihr farbiger Ausdruck, der an die Forschungen der abstrakten Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts anknüpft, begegnet
den drängenden Fragen der Gegenwart im Zusammenhang mit der Klimakrise.
Seit fünf Jahren wendet sich Sabine Cibert zudem kleineren, intimeren Formaten zu, ohne dass ihre Kompositionen dadurch an
Ausdruckskraft verlieren. Die großen Leitlinien ihrer frühen Großformate verdichten sich hier zu Vibrationen.
Sabine Cibert wird von der Showroom Galerie 7 in Lyon vertreten. Sie nimmt regelmäßig an Gruppenausstellungen in Frankreich teil
und engagiert sich zudem in der Kunstvermittlung für unterschiedlichste Zielgruppen.
Seit 2004 wurden ihre Werke in neun internationalen Ausstellungen gezeigt.
Zwischen Geduld und Dynamik speist sich Sabine Ciberts künstlerische Welt aus drei grundlegenden Quellen.

Architektur
Die geometrischen Grundformen mit ihrer starkenplastischen Ausdruckskraftbieten ihr unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten, um das Offenbarwerden vonEnergie und das Wechselspielzwischen Farbe und Materie zu erforschen

Landschaften
Ihr Ort des Schaffens liegt zwischen den Alpen und Lyon und inspiriert durch dieKraft der Naturund durch die Geometrie der Stadt mit ihren Strukturen.

Künstle
rDie Arbeiten derKünstler des Bauhauseshaben ihr künstlerisches Schaffen von Anfang an entscheidend geprägt
Seit 1983 regelmäßige Praxis der traditionellen fernöstlichen Künste Yoga, Aikido, Aiki Taiso, Qigong und Taijiquan
2024 Ausstellung Olga de Amaral | Fondation Cartier | Paris
2022 Ausstellung Vieira da Silva | Musée Cantini | Marseille
2019 Ausstellung El Anatsui | Haus der Kunst | München
2000 Mola-Ausstellung | Musée Bargoin | Clermont-Ferrand
1999 Hokusai-Ausstellung | Mailand
1973 Katalog zur Quilt-Ausstellung im Rahmen der
Textilkunstbiennale von Lausanne 1963 Ausstellung der Wandteppichfolge „Le chant du monde” (Der Gesang der Welt) von Jean Lurçat | Schloss Annecy
2013 Mitglied der ADAGP (Gesellschaft der grafischen und bildenden Künstler)
2011 Beitritt zur Künstlervereinigung La Maison Des Artistes
1991–2004 Privatunterricht in traditionellen Quilttechniken
1991–2008 Verantwortliche für IT-Methodenorganisation bei der Gebietskörperschaft Communauté Urbaine de Lyon, anschließend Projektleiterin
1983–1991 Leitung von Stadtplanungsprojekten bei der Communauté Urbaine de Lyon
1982 Architekturdiplom | École d‘Architecture de Lyon